Atsuko
Seki wurde 1964 in Tokio, Japan, geboren. Von 1983 bis
1987 studierte sie an der dortigen Musashino-Hochschule.
Von 1988 bis 1990 besuchte sie die Meisterklasse von Toshiko
Maruyama und erwarb ihren Diplomabschluss. Ab 1991 studierte
Atsuko Seki an der Musikhochschule Dortmund bei Professor
Arnulf von Armin, wo sie 1995 das Konzertexamen erfolgreich
absolvierte.
Im September 1991 wurde Atsuko Seki ex-aequo mit dem 1.
Preis beim Internationalen Schubert-Wettbewerb in Dortmund
ausgezeichnet. 1994 erhielt sie den 3. Preis beim internationalen
Klavierwettbewerb José Iturbi in Valencia, Spanien.
Daraufhin folgten verschiedene Konzerte in Deutschland
und in der Schweiz, u.a. ein Solorezital im Kammermusik-Saal
der Berliner Philharmonie. Im Oktober 1995 gewann sie
auch den ersten Preis am Internationalen Klavierwettbewerb
in Pinerolo, Italien.
Zur Zeit lehrt Atsuko Seki an der Musikhochschule Detmold.
Bei DIVOX liegen mehrere CD-Einspielungen von ihr vor.
Pressestimmen:
„Ihr gelingt das Paradoxon eines indirekten Anschlags:
Er wirkt niemals direkt, in falscher Selbstverständlichkeit;
immer schwingt die Behutsamkeit mit, mit der man etwas
berührt, das eigentlich zu zerbrechlich ist, um
berührt zu werden. [...] Was bei anderen spitz
und abschnurrend klingt, gerät bei Seki nachdenklich,
als erprobte die Musik sich selbst und ihren Fluss,
statt diesem einfach nachzugeben. Dabei überfrachtet
Seki das Stück nicht: Die Musik bleibt einfach
und bewahrt ihre Heiterkeit. Der Klang von Atsuko Sekis
Spiel ist immer kantabel und weich, dabei jedoch rhythmisch
und metrisch diszipliniert, es ist kein romantisches
Klangbild, wie es - auf seine Weise genial, aber auch
in großer Bizarrerie - der späte Horowitz
bot. Erst wer durch diesen Ton der Diskretion hindurchzuhören
versteht, entdeckt Sekis Sinn für die inhärente
Abgründigkeit und dramatische Verdichtung Mozart'scher
Musik. Die dynamische Nuanciertheit ihres Spiels, das
jede Phrase, oft jeden Ton eigenwertig modelliert, reagiert
mit der Empfindlichkeit einer photographischen Platte
auf das chiaroscuro, das Helldunkel des Mozart'schen
Komponierens. Damit trifft sie das Nervenzentrum dieser
Musik [...] Oft wird in wenigen Takten, manchmal nur
in einem Harmoniewechsel das vermeintlich Eindeutige
vieldeutig, das Verspielte herb oder das Heitere verschattet,
und Atsuko Seki unterschlägt keine dieser diskreten
Katastrophen.“ (Berliner
Zeitung)
„So erlebte man eine massgebliche Haydn-Interpretation
wie in einer Sternstunde: voll tiefer Achtung vor den
Geheimnissen des musikalischen Kunstwerks, dem sich
die Künstlerin mit ihrer ganzen Kompetenz näherte,
bescheiden im Auftreten, doch mit ganzer Hingabe...“
(Ruhrnachrichten)
„Die Intention des Komponisten weiss sie so genau,
so wunderbar leicht, so selbstverständlich nachzuvollziehen,
dass man den Eindruck der Verschmelzung der Interpretin
mit diesem Werk hatte. Es waren wahrlich zauberische
Momente, die Atsuko Seki ihrem Publikum bereitete..."
(Westfalenpost)
„Bewundernswert schön gerieten Seki im Anschluss
vier Impromptus von Frédéric Chopin. Traumwandlerisch
sicher liess sie die Melodien, die scheinbar aus dem
Nichts entstehen und wieder im Nichts verklingen, akustisch
Gestalt annehmen. Das Ausloten der lyrischen Tiefe und
die Meisterung der technischen Klippen – Läufe,
die mit geradezu atemberaubender Geschwindigkeit über
die Tastatur perlten – standen so in einem sensiblen
Verhältnis zueinander.“ (Generalanzeiger)
„Atsuko Seki ist eine grosse Klangmagierin, mit
innigem Piano und sensiblen Nuancen kostet sie alle
Verästelungen der Schubert’schen Erfindung
aus, zaubert mit behänden Fingern das Spielerische
und Tänzerische hervor und rundet ihre Darstellung
zu berückender Klavierpoesie.“ (Ruhrnachrichten) |